Im Streit zwischen Ulrich Sierau (SPD) und Frank Hengstenberg (CDU) um das umstrittene Betriebsratsplakat hat Helmut Manz, der OB-Kandidat der Partei DIE LINKE, Verständnis für die Parteinahme des Vorsitzenden des Klinikumbetriebsrates Friedrich Wenker geäußert: „Anders als die CDU, bin ich nicht der Ansicht, dass sich Gewerkschafter in kommunalen Unternehmen nicht politisch äußern dürfen. Ganz im Gegenteil ist es die Pflicht von Gewerkschaftern alles in ihrer Macht stehende zu tun, um Verbesserungen für ihre Belegschaften zu erreichen. Die von der CDU angestrebte Teilprivatisierung des Klinikums wäre sicher keine Verbesserung. Ob das Werben Wenkers für die SPD eine Privatisierung verhindert, halte ich allerdings auch für höchst zweifelhaft. Der für die Kliniken zuständige Landesgewerkschaftssekretär von Verdi, Bernd Tenbensel, ist jedenfalls Mitglied der Dortmunder Linken geworden, um die Privatisierung des Dortmunder Klinikums zu verhindern. Ebenso ist Dr. Christian Tödt, der bei Verdi in der Bundesarbeitsgruppe Gesundheit mitarbeitet und Mitglied im Kreisvorstand von DIE LINKE ist, der Meinung, dass nur DIE LINKE ernsthaft daran interessiert ist, das Damoklesschwert der Privatisierung vom Klinikum zu entfernen. Von Gewerkschaftern politische Zurückhaltung zu verlangen ist ähnlich, als ob man von Borussia Dortmund verlangen würde, immer nur auf das eigene Tor zu schießen.“
Dr. Petra Tautorat, Mitarbeiterin in der Klinikumverwaltung und auf Platz 3 der Ratsliste von DIE LINKE, ist ganz ähnlicher Ansicht: „Die jetzigen Probleme des Klinikums sind ganz massiv von der SPD mitverursacht worden. Die Ausgründung der städtischen Kliniken zur gGmbH ist eine der großen Sünden innerhalb der Amtzeit von Oberbürgermeister Langemeyer. Warum Friedhelm Wenker nun für diese politische Linie Partei ergreift, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die MitarbeiterInnen im Klinikum dies verstehen werden.“