Klaus Steinberg, Vorsitzender des SPD-Ortsverbandes Ost, ist zur Partei DIE LINKE gewechselt. Steinberg verzichtet damit sogar auf eine Kandidatur für ein sicheres Direktmandat zum Stadtrat für die er vor seinem Austritt bereits nominiert war. Klaus Steinberg ist damit schon der zweite Dortmunder Ortsvereinsvorsitzende der SPD, der zur Partei DIE LINKE wechselt. Bereits vor Jahresfrist wechselte der Vorsitzende des Ortsverbandes Borsigplatz Uwe Koch zur Linken, weil dessen Meinung nach in der SPD keine für die Menschen am Borsigplatz nutzbringende Sozialpolitik mehr zu machen sei.
Steinberg gibt unter anderem unüberbrückbare inhaltliche Differenzen zur Arbeit der Stadtratsfraktion als Grund für seinen Wechsel an. Seit seinem Austritt fühle er sich deutlich von einer Last befreit. Zur Linken sei er nach reiflicher Überlegung gekommen und ist von der Unterschiedlichkeit in der politischen Kultur überrascht. „Die Linken haben eine ganz andere Art an politische Probleme heranzugehen, die aber wie ich finde sehr positiv ist“, so Steinberg.
Von der Linken wird der Neuzugang herzlich willkommen geheißen. Utz Kowalewski, Kreisverbandssprecher, sieht noch viele Menschen die mit der SPD unzufrieden sind, aber aus liebgewonnener Gewohnheit diesen Schritt noch nicht gegangen sind. „Klaus Steinberg und Uwe Koch stehen sicher auch stellvertretend für eine Vielzahl von SPD-Mitgliedern und den tausenden auch in Dortmund bereits ausgetretenen linken Ex-SPDlern, für die die Linke letztlich die einzige echte Alternative ist“, meint Utz Kowalewski.