Auf ihrer Gründungsversammlung haben die Mitglieder der Bezirksgruppe Nord der Partei DIE LINKE ihrer Empörung über die von der SPD unter Oberbürgermeister Langemeyer angekündigte Preiserhöhung für das Dortmunder Sozialticket Luft gemacht. „In der Nordstadt ist rund die Hälfte der Bürger von Sozialleistungen abhängig. Wer nur 4 Monate nach Einführung des Sozialtickets dermaßen am Preis dreht, geht bewusst über die Interessen der Menschen des ganzen Stadtbezirkes hinweg“, so Helmut Manz, Bezirksvertreter der Partei DIE LINKE.
Auch Erdal Özgü, Nordstädter und Mitglied im Kreisvorstand der Linken, traut seinen Augen nicht. „Es war ja schon schwer das Sozialticket gegen die SPD im Rat durchzusetzen, aber das die SPD-Fraktion so gar keine Hemmungen mehr hat, hätte selbst ich nicht gedacht. Dabei hatte SPD-Chef Drabig ja vor der Einführung des Sozialtickets sinnvollerweise sogar noch ein Nullticket gefordert.“
Utz Kowalewski, Kreissprecher der Partei DIE LINKE, sieht sogar die Dortmunder Gewerkschaften durch die Sozialdemokraten an der Nase herumgeführt. „Erst lädt man DGB-Chef Eberhardt Weber ein das Sozialticket in einer Kommission mitzugestalten und kaum das das Ticket in Kraft getreten ist, werden die gewerkschaftlichen Vorschläge ad absurdum geführt. Man sollte doch glauben, dass eine SPD die sich in der Lage sieht 107 Millionen Euro mit Hilfe der rechtsextremen DVU zum Bau einer RWE-Kraftwerksdreckschleuder in Hamm auszugeben, sich auch in der Lage sieht ein Sozialticket für die in Dortmund lebenden Menschen zu finanzieren.“