Vor genau 70 Jahren, am 18. Oktober 1938, sprengten Nazis die Kuppel der
Dortmunder Synagoge, die im Stadtzentrum mit Platz für 1200 Gläubige eines
der größten Deutschen Gebetshäuser war. Leider stand es nur für 38 Jahre.
Beim Bau sagte der damalige Oberbürgermeister Dr. Karl Wilhelm Schmieding,
die Synagoge sei „eine Zierde für die Stadt, für Jahrhunderte erbaut“. Leider
behielt er mit dieser Vorhersage nicht recht. Nach der Machtübernahme der
Nazis wurde gezielt Leben, Eigentum und Einrichtungen der jüdischen
Bevölkerung in Deutschland zerstört und auch die Dortmunder Synagoge fiel dem
Zerstörungs- und Vernichtungswahn der Nazis zum Opfer. Auf dem Grundstück der
Alten Synagoge wurde 1966 das Dortmunder Opernhaus gebaut. Erst 1998 wurde
der Theatervorplatz zum „Platz der alten Synagoge“ umbekannt.
Antifaschisten demonstrieren heutzutage an diesem geschichtsträchtigen Ort
regelmäßig gegen die Aufmärsche von Neonazis in Dortmund. „Der Blick zurück
zeigt, zu welchen Grausamkeiten Nazis fähig sind. Umso wichtiger ist es in
der Gegenwart zu verhindern, dass derartiges noch einmal geschehen kann,“
stellt Kreissprecher Utz Kowalewski von DIE LINKE die Bedeutung des
antifaschistischen Widerstandes im Dortmund des 21. Jahrhunderts heraus.