10. November 2008

Verhindert Betriebsleitung das Stellen von Überlastungsanzeigen bei FABIDO ?!

Der Partei DIE LINKE sind Informationen zugetragen worden, dass die Betriebsleitung das Stellen von Überlastungsanzeigen durch Mitarbeiterinnen von FABIDO gezielt verhindert. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte die Mitarbeiterinnen aufgefordert Überlastungsanzeigen zu stellen, um einer möglichen Strafverfolgung nach z.B. Unfällen vorzugreifen, die sich durch eine unzumutbare Arbeitsverdichtung ergeben kann. Dieser Empfehlung sind bisher nur wenige Mitarbeiterinnen gefolgt. Grundlage für die Empfehlung der Gewerkschaft ver.di waren die Erfahrungen mit juristischen Verfahren gegen Mitarbeiterinnen des Jugendhilfedienstes der Stadt Dortmund. Für DIE LINKE ist die Arbeitsverdichtung in erster Linie auf das KIBIZ-Gesetz zurückzuführen und wird durch die gleichzeitige Ausdünnung des Stellenplans bei FABIDO noch verstärkt.

Nach Informationen von DIE LINKE hat die Betriebsleitung zur Stellung von Überlastungsanzeigen durchgesetzt, „dass der Dienstweg einzuhalten sei“. Dies bedeutet für eine Mitarbeiterin, dass sie sich nicht direkt an die Betriebsleitung wenden kann, sondern ihre Arbeitsüberlastung zuerst der Leitungskraft vor Ort anzeigen muss. Diese informiert danach die Regionalleitung, die ihrerseits die Betriebsleitung informiert. Den Leitungskräften wurde von der Betriebsleitung in „vertraulichen Einzelgesprächen“ mitgeteilt, dass sie "offenbar nicht als Leitungskraft geeignet seien", wenn aus ihrem Arbeitsbereich heraus Überlastungsanzeigen gestellt würden. Damit entsteht ein erheblicher Druck auf Leitungskräfte und Regionalleitungen auf die Mitarbeiterinnen einzuwirken auf eine Überlastungsanzeige zu verzichten.

„Eine solche Vorgehensweise halte ich für einen Skandal erster Güte. Sollten sich diese Informationen bewahrheiten und verdichten, bleibt nur noch der Rücktritt der FABIDO-Leitung“, zeigt sich Mareike Haurand, Jugendpolitische Sprecherin im Kreisvorstand von DIE LINKE erbost. Auch Mona Bünnemann, Sprecherin der Dortmunder Linksjugend und Mitglied im Landesvorstand von DIE LINKE. NRW, zeigt sich erstaunt: „Während andere Städte die verfehlten Mittelkürzungen für die Kinderbetreuung durch KIBIZ durch Umschichtungen im Haushalt auffangen, geht FABIDO den Weg des jugendpolitischen Kahlschlages der CDU/FDP-Landesregierung willfährig mit und wälzt die Verantwortung für daraus resultierende Fehlentwicklungen auf die Mitarbeiterinnen vor Ort ab.“