Die FABIDO-Betriebsleitung hat Vorwürfe der Linken und von ver.di zurückgewiesen, dass sie das Stellen von Überlastungsanzeigen durch die Mitarbeiterinnen von FABIDO erschweren würde. Als Beleg verweist sie auf die Zurücknahme von Überlastungsanzeigen nachdem Regionaleitungen und Betriebsleitungen in mehreren Fällen vor Ort eingegriffen haben und die Überlastungen abgestellt hätten. „Damit macht die Betriebsleitung deutlich, dass sie die Problemlage überhaupt nicht erkannt hat und bestätigt sogar indirekt den Vorwurf der Linken und von ver.di,“ so Utz Kowalewski, Kreissprecher von DIE LINKE.
Überlastungsanzeigen haben zwar auch den Sinn auf lokale kleinere Fehlentwicklungen hinzuweisen und hier im Sinne der Mitarbeiterinnen Abhilfe zu schaffen. Aktuell geht es aber primär um eine juristische Absicherung der Mitarbeiterinnen vor dem Hintergrund einer flächendeckenden Arbeitsüberlastung durch das verfehlte KIBIZ-Gesetz und der dadurch ausgelösten Ausdünnung des Stellenplans bei gleichzeitiger Aufgabenvermehrung. "Das wurde uns ja gerade in Aplerbeck und Hostedde regelrecht vorgeführt, wo Einrichtungen aufgrund des Personalmangels sogar vorübergehend geschlossen werden mussten. Wie da im Einzelfall bei Überlastung Abhilfe geschaffen wird, sollte die Betriebsleitung mal näher erklären. Werden etwa neue Leute eingestellt ? Wird die Gruppengröße verringert ? Wird die Umsetzung von Kibiz lokal verzögert ? Oder wird nicht doch einfach nur Druck gemacht und an den Details ein bischen herum gedreht ohne das sich am grundsätzlichen Problem etwas ändert ?!“, läßt sich Kowalewski keinen Sand in die Augen streuen.
Das juristische Risiko wird durch den Umgang der Betriebsleitung mit den Überlastungsanzeigen auf das schwächste Glied in der Kette abgewälzt und das ist die Mitarbeiterin vor Ort. „Von FABIDO muss man erwarten können, dass sie sich auch im Falle eines Unfalls aufgrund der Arbeitsüberlastung durch Kibiz vor die Mitarbeiterinnen stellen und sie nicht mit dem juristischem Risiko alleine lassen“, so Kowalewski.