30. März 2008 Fabian Bünnemann

Mehr Geld für Bildung! Ausbildungsplätze für alle!

„Von Zeit zu Zeit kommen die Missstände im Bildungssystem an die Öffentlichkeit. So erdrutschartig, wie sie dahin kommen, sind sie meist auch wieder verschwunden. Die herrschende Politik tut sich schwer, Änderungen herbeizuführen. Das Scheitern des mehrgliedrigen Schulsystems ist offensichtlich, die Unterfinanzierung mag kaum jemand bestreiten“, kritisiert Mareike Haurand, jugendpolitische Sprecherin von DIE LINKE in Dortmund.

Es helfe aber nicht, wenn Politiker immer nur Veränderungsbedarf anmerken würden. Veränderungen müssten her. „Auch von der kommunalen Ebene muss dabei mehr Druck ausgeübt werden, um ein gerechtes und gutes Schulsystem zu erreichen.“

Die Ausbildungsplatzsituation sei ebenfalls nach wie vor ungenügend: „Allein im letzten Jahr fehlten über 50.000 Ausbildungsplätze in NRW. Doch die herrschende Politik verwaltet diese Missstände nur“, so Haurand. Dortmund. „Wir brauchen unbedingt eine Ausbildungsplatzumlage, damit Unternehmen, die nicht ausbilden, zahlen müssen! Jeder junge Mensch hat das Recht auf einen Ausbildungsplatz, der seinen Neigungen entspricht und vernünftig entlohnt wird.“

Laut Haurand braucht es dafür einen starken sozialistischen Jugendverband, der diese Themen mehr in den Fokus der Öffentlichkeit bringt und die Interessen der Jugendlichen vertritt. „Beim diesjährigen Bundeskongress der Linksjugend [’solid], der vom 04.-06. April in Leipzig stattfindet, werden daher vor allem jugendspezifische Themen aufgegriffen.“ Mit Finn Siebert, Landessprecher der Jugendorganisation, und Konstantin Löbbert, Bezirksvertreter der LINKEN in Dortmund, werden dort auch zwei Dortmunder mit von der Partie sein.