25. Februar 2008

Linksjugend: Schulsponsoring verbieten

Zur Übernahme einer sogenannten „Patenschaft“ des Unternehmens Dokom21 für die Hauptschule „Am Landwehr“ erklären Mareike Haurand, jugendpolitische Sprecherin von DIE LINKE. Dortmund, und Fabian Bünnemann, Vorstandsmitglied der Linksjugend:


Gestern wurde bekannt, dass zwischen der Dortmunder Hauptschule Am Landwehr und der Dokom21 künftig eine Kooperation besteht. „Hierbei handelt es sich um die in der Bildungslandschaft immer mehr um sich greifende Form des Schulsponsorings. Schulen sind mehr und mehr darauf angewiesen, private Spenden einzuwerben“, kritisiert Fabian Bünnemann, Vorstandsmitglied der Linksjugend Dortmund. „Es fehlt an allen Ecken und Enden an Geld.“

Man müsse sich dabei allerdings die Frage stellen, wieso Schulen überhaupt eine solche Art von Kooperationen bräuchten. Für Mareike Haurand, jugendpolitische Sprecherin von DIE LINKE. Dortmund, liegt die Antwort auf der Hand: „Für die Bildung wird zu wenig Geld ausgegeben. Die LINKE hält das für einen grundlegenden Fehler. So kann man ein Bildungssystem nur ungenügend am Laufen halten.“

Haurand hält außerdem ein Verbot von Werbung in der Schule für längst überfällig. „Jugendliche sind einfach zu beeinflussen, nicht zuletzt gehen sie deswegen in die Schule und werden dort „erzogen“. Dinge, die in der Schule gesagt und gemacht werden, haben Vorbildcharakter. Diesen sensiblen Bereich mit Konsumbotschaften zu bestücken ist daher ein Unding.“

Schulen dürften nicht zur Werbelandschaft erklärt und vollständig mit Logos zugepflastert werden. „Wir brauchen endlich eine umfassende Finanzierung der Schulen aus staatlichen Mitteln. Nur so kann ihre Unabhängigkeit gewährleistet und beste Bildung für alle garantiert werden“, resümiert die jugendpolitische Sprecherin.