Chance für einen Kurswechsel nicht verspielen
Nach dem Ausscheiden von Helmut Engelhardt als Chef der Dortmunder Energie- und Wasser (DEW21) soll nach dem Willen der Partei DIE LINKE ein ausgewiesener Umweltexperte den Chefsessel einnehmen. „Neben den kaufmännischen Qualitäten muss heute der Chef eines öffentlichen Energieunternehmens vor allem eines im Blick haben: Die Klimakatastrophe schreitet in Windeseile voran und wir als westliche Industrienation tragen zusammen mit anderen die Hauptverantwortung dafür“, so Utz Kowalewski, Kreissprecher von DIE LINKE.
Die Linken legen daher größten Wert darauf, dass die strategische Bedeutung eines Unternehmens wie der DEW als Chance begriffen wird, eine Wende auf dem Energiemarkt hin zur Produktion umweltfreundlicher regenerativer Energien herbeizuführen. Und hier hat die DEW mit Blick auf den RWE-abhängigen Energiemix noch großen Nachholbedarf. „2014 ist das Jahr in dem Dortmund wirklich Geschichte schreiben kann. Wir können die Beteiligung der RWE an der DEW beenden, wir können die Lieferverträge mit der RWE auslaufen lassen und wir können einen großen Sockel an Ökostrom in eigener Regie erzeugen, der uns und die lokale Wirtschaft sowohl unabhängig von Rohstofflieferungen aus dem Ausland macht, als auch die Preise für die Dortmunder Kunden senkt“, zeichnet Kowalewski die Vision eines dezentralen kommunalen Energieunternehmens. So ein Unternehmen könne auch für andere Stadtwerke Vorbildcharakter haben und sich als harter Standortfaktor auch günstig auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken. Dafür braucht es dann nach Ansicht der Linken an der Unternehmensspitze jemanden mit Charakter, der nicht an alten Zöpfen hängt und sich traut „auf Sieg zu spielen“, auch dann wenn sich die Lobbyisten der Großkonzerne in den Rathausfluren die Türklinken in die Hand geben.