30. August 2008

Weggucken nützt nichts

Solidaritäts-Erklärung des Linken Bündnisses

In der Nacht zum 29.08.2008 wurde erneut ein Anschlag auf das Wahlkreisbüro der Partei „Die Linke“ verübt. Zugleich waren auch Wohnhaus und Auto des bekannten Antifaschisten Helmut Manz Ziel massiver Sachbeschädigungen. Am rechtsextremistischen Hintergrund besteht kein Zweifel.

Wir sehen hierin eine Bedrohung für alle in Dortmund gegen Neofaschismus aktiven Menschen.

Weggucken, ignorieren, verharmlosen sind da keine geeigneten Gegenmaßnahmen. Im Gegenteil - Gewährenlassen ermuntert die Faschisten zu immer dreisterem und aggressiverem Auftreten: in Dortmund nehmen die Neofaschisten den Antikriegstag zum Anlass, zu einem Aufmarsch am 06.09. aufzurufen. Es ist unerträglich, dass ihnen wieder Straßen und Plätze in unserer Stadt für eine ihrer rassistischen und volksverhetzenden Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden sollen und sie sich dabei wieder auf massiven Polizeischutz und möglicherweise sogar wieder auf anderweitige Hilfen und Unterstützung verlassen können.

Terror gegen diejenigen, die sich ihrem Treiben entgegenstellen, ist und war immer schon Strategie der Faschisten, um Menschen vom antifaschistischen Kampf abzuhalten.
Lasst uns zeigen, dass ihnen das nicht gelingt!

Das Linke Bündnis Dortmund (Parteilose Linke, DKP und SDAJ) verurteilt die Anschläge der Neonazis. Wir rufen alle demokratischen und antifaschistischen  Kräfte in Dortmund auf: Lasst uns gemeinsam mit noch mehr Kraft, Fantasie und Entschlossenheit den Nazis entgegentreten!

Wir müssen sie in dem von ihnen erklärten "Kampf um die Straßen, um die Köpfe und um die Parlamente" stoppen!

Dortmund, 30.08.2008