Vorboten des Naziaufmarsches am 6. September
Nazis haben zum wiederholten Male das Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke auf der Münsterstrasse angegriffen. Der Angriff erfolgte nur wenige Tage nach Bekanntwerden der Anmeldung einer Gegendemonstration zum geplanten Naziaufmarsch rund um den Antikriegstag. „Der Vorfall zeigt erneut, wie gefährlich und gewaltbereit die Dortmunder Naziszene derzeit ist. Wir fordern daher die Polizeiführung auf den geplanten Naziaufmarsch am 6. Sept. zu verbieten um weitere Straftaten zu verhindern,“ so Utz Kowalewski, Kreissprecher der Partei DIE LINKE.
In der Scheibe des Wahlkreisbüros fanden die Büromitarbeiter am Morgen einen Einschuss durch ein Antikriegsplakat der Linken vor, sowie einen Naziaufkleber der die Verbrechen des Hitlerstellvertreters Rudolf Hess leugnet. „Der Naziaufkleber ist mit einem Bekennerschreiben anderer terroristischer Vereinigungen vergleichbar, nur deutlich feiger, da die Täter sich hinter ihrem Propagandamaterial verstecken, anstatt sich namentlich bekannt zu machen,“ meint Kowalewski.