16. April 2008

DIE LINKE unterstützt „Hippiehaus“-Kulturprojekt

Dortmunds letzte City-Kommune steht angesichts des drohenden Abrisses ihres Wohnhauses vor dem Aus, falls es bis zum Ende des Jahres nicht doch noch eine Ersatzlösung gibt. 14 junge Leute zwischen 22 und 29 Jahren leben im so genannten "Hippiehaus" an der Silberstraße 36. Ihr Wohnhaus soll einem neuen Einkaufszentrum auf der Thier-Brache Platz machen.

Das „Hippiehaus“ ist ein Zusammenschluss von Künstlern, Musikern und Sozialarbeitern, die sich sozial und politisch für ein gerechteres Dortmund engagieren und zur kulturellen Vielfalt in Dortmund beitragen. DIE LINKE meint, dass gerade vor dem Hintergrund der Kulturhauptstadt Ruhrgebiet ein Szeneprojekt wie das Hippiehaus erhalten werden muss. Mit dem Begriff „Kultur von unten – von den Menschen, für die Menschen“ lassen sich auch die kulturpolitischen Wünsche der Linken für die Kulturhauptstadt umschreiben.

Auch Dortmunds Kulturdezernent Jörg Stüdemann äußerte sich vor wenigen Tagen mit den Worten, dass er es als Herausforderung sähe, Besuchern von außen die kreative Szene Dortmunds nahe zu bringen. Sowohl die Bewohner des Hippiehauses, wie auch DIE LINKE gehen davon aus, dass Herr Stüdemann hiermit nicht nur kulturelle Leuchtturmprojekte wie das Konzerthaus meint, sondern insbesondere auch die Dortmunder Kleinkunstszene. DIE LINKE fordert daher die Stadt Dortmund dazu auf, den Bewohnern des Hippiehauses einen angemessenen Ersatz zur Verfügung zu stellen, damit Dortmund nicht kulturell ärmer wird.

Seitens der LINKEN begleiten wir dies mit der Anmeldung eines Demonstrationszuges zur nächsten Ratssitzung am 24.4.08. Denn Kultur hat an Lebensqualität, Identität, Wachstum, Integration und Bildung in einer Stadt entscheidenden Anteil und ist somit ein unverzichtbarer Gesellschaftsfaktor. Eine hoch entwickelte kulturelle Infrastruktur und eine lebendige „Freie Szene“ erhöhen die Lebensqualität in unserer Stadt.