1. Mai 2011 Iris Bernert-Leushacke

Euromayday 2011: Her mit dem schönen Leben!

Fotos vom Euromayday

Demozug zum Euromayday

Eine Forderung: Das bedingungslose Grundeinkommen

Zwischenstopp an der Hirsch-Q

Seit einigen Jahren gibt es am 1. Mai Mayday-Paraden in vielen Städten Europas. Der Euromayday soll einen Ort schaffen um die prekären Lebens- und Arbeitsverhältnisse zu thematisieren und Betroffene und AktivistInnen in ihrer Unterschiedlichkeit zusammen zu bringen. Die Form einer lauten, bunten Tanzparade geht über die sonst üblichen Demonstrationsformen hinaus.

Zum zweiten Mal fand der Euromayday dieses Jahr wieder in Dortmund statt und DIE LINKE. Dortmund war dabei. Die OrganisatorInnen setzten mit ihren fast 1.000 TeilnehmerInnen nicht nur den bunten Akzent zum „normalen“ Mai-Zug, sondern gingen mit ihren Forderungen deutlich weiter. „Her mit dem schönen Leben!“ Und das schöne Leben interpretierten die TeilnehmerInnen, übrigens aus allen Altersstrukturen, auch entsprechend. Repressionsfreies Leben, gleiches Recht für jede(n), Recht auf Ausbildung . . . So unterschiedlich die Forderungen, so kreativ die Gestaltung. Und getreu dem Aufruf „die Verhältnisse zum Tanzen bringen“ tanzten auch viele TeilnehmerInnen vom Nordmarkt zur Hirsch-Q, an der eine Zwischenkundgebung an die brutalen Nazi-Überfälle erinnerte und der Demo-Zug sich mit der Demo von Taxi-Tom vereinigte. Am Stadttheater stießen die Theater-Partisanen in Kostümen zum EuroMayDay, vor dem U-Leucht-Turm wurde der Forderung nach einem unabhängigen Kulturzentrum nochmals nachdrücklich auf das Pflaster gemalt. Der MayDay endete dann im Westpark mit einem kleinen Fest.

Tschüss, bis zum nächsten Jahr ...!