DIE LINKE bedauert die Absage des Meinungsaustausches über die OWIII a, zumal die jüngsten Veröffentlichungen der letzten Verkehrszählung interessante Schlussfolgerungen erwarten lassen. Interessant auch die Haltung der Ortsgrünen, die sich klar auf die Seite der SPD schlagen und im Gegensatz zu ihren Parteifreunden im Rat von einer OWIII a-Gegnerschaft nichts mehr erkennen lassen.
DIE LINKE weist vor allem aber die Polemik des Brackelers Bezirksbürgermeisters Czierpka gegen die Anwohner im Norden von Wickede und Asseln zurück. Czierpka hatte im Rahmen der Bezirksvertretung den Vorwurf erhoben, dass die dortigen Bürgerinnen und Bürger ihre Eigenheime selbst in den Freiraum gebaut hätten und deshalb nicht das Recht hätten, sich über die Zerstörung des Freiraumes in ihrem Wohnbereich durch ein Schnellstrassenprojekt zu beschweren.
„Das ist blanker Unsinn und eine Frechheit gegenüber den hier lebenden Menschen“, kommentiert Bezirksvertreter Hannes Fischer. Tatsächlich hatte die Neue Heimat in Wickede mit dem Bau der Großsiedlung und einem benachbarten Eigenheimgürtel bereits 1960 begonnen und den Bau 1965 bereits abgeschlossen. „Gerade im Norden Wickedes sind viele Menschen betroffen, die hier seit 40 Jahren leben“, so Hannes Fischer.
„Warten wir mal in Ruhe die Antworten der Verwaltung auf die Anfrage der Linken im Umweltausschuss ab. Möglichweise sind die erhellender als jede Showveranstaltung des Bezirksbürgermeisters“, meint auch Utz Kowalewski, Ratsvertreter der Linken aus Wickede. Die Linken erwarten, dass die Argumentation mit der Hellwegentlastung dann in sich zusammenfällt wie ein Kartenhaus, denn dabei würde es sich um eine reine Ablenkungsdebatte handeln. „Auch die SPD in Husen erwartet ja rund 26.000 Fahrzeuge auf einer neu gebauten OWIIIa. Das sind mehr als doppelt so viele Fahrzeuge, wie nach den Verkehrszählungen der Stadt auf dem Hellweg fahren und genauso nah an der Wohnbebauung wie am Hellweg. Die Motive für den Schnellstrassenbau sind also anderswo zu suchen,“ so Kowalewski.