Die Nordstadtlinke distanziert sich von der Agitation von Marita Hetmeier gegen den Trinkraum in der Nordstadt. In der Bezirksvertretung arbeiten SPD und Linke zwar bei gleicher Interessenlage zusammen. Bei mehreren kritischen Nordstadtthemen wie der Schließung des Straßenstrichs, der menschenwürdigen Behandlung der zugezogenen Roma in Dortmund und bei der Einrichtung eines Trinkraumes für alkoholkranke Menschen sind Linke-Genossen und SPD-Genossen jedoch unterschiedlicher Meinung.
„Mich würde interessen, ob Frau Hetmeier hier als direkt betroffene Immobilienmaklerin agiert oder ob sie dies in ihrer Funktion als Ratsmitglied und SPD-Vorsitzende tut“, fragt sich Erdal Özgü, Sprecher der Bezirksgruppe Nord der Linken. Über den Standort könnte man sicher geteilter Meinung sein, räumt Özgü ein. Der Ratsbeschluss stehe aber und es gehe nun nicht darum gegen alkoholkranke Menschen Vorurteile zu schüren und den Bürgern Angst zu machen. „Es ist nun wichtig, dass die Betroffenen durch die Einrichtung des Trinkraumes und dessen soziale Betreuungsangebote Lebenshilfen erhalten. Sollte der Trinkraum in der Szene die nötige Akzeptanz finden, dann ist dies auch ein Gewinn für die Anwohner am Nordmarkt, weil sich dann die offene Trinkerszene zumindestens teilweise in den Trinkraum verlagere. Für uns ist wichtig festzuhalten, dass die Einrichtung freiwillig zu nutzen ist und kein Druck oder Zwang ausgeübt werden darf, weil damit die Akzeptanz und damit die positive Wirkung des Trinkraumes verloren ginge“, erläutert Özgü die Position der Linken.