24. Januar 2012 Thomas Zweier

Graffiti ist Ausdruck für soziale Probleme

Graffiti Wettbewerb in Dortmund (Kulturtage 2000)

Der SPD-Ortsverein Dortmund-Ost will auf dem Unterbezirksparteitag am 25. Februar die Ratsfraktion auffordern, die Stadtverwaltung mit der Einrichtung eines Fonds zur Beseitigung von Graffiti zu beauftragen.

Nach Ansicht der Linken ist die Häufigkeit von Graffitis im Bereich Kaiser- und Güntherstraße sowie im Gerichtsviertel ein Ausdruck größerer sozialer Probleme im Einzugsbereich. Hier liegen auch die sozialen Brennpunkte des Stadtbezirks.

Der seit Jahren brach liegende Güterbahnhof-Ost zieht nicht nur Graffiti-Künstler, sondern anscheinend auch Jugendliche an, die umliegende Privat- und Gewerbeimmobilien mit ihren Schriftzügen überziehen. Ursache für die Schmierereien ist aber die zunehmende Perspektivlosigkeit einer ganzen Generation.

Jugendarbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung zu Niedrigstlöhnen sind auch eine Folge des Reformwahnsinns der Agenda 2010, die durch SPD und Grüne eingeführt wurden. Junge Menschen, die nichts haben und perspektivisch nie etwas haben werden, wird es immer an Respekt vor Privateigentum anderer mangeln. Wer sich nicht als Teil der Gesellschaft fühlt, sondern von dieser ausgestoßen, der hält sich auch nicht an die Regeln der Gesellschaft.
 
„Der SPD-OV-Vorsitzende sollte sich bei seiner Bundestagsfraktion für eine echte politische Wende stark machen. Eine Ausbildungsplatzabgabe, ein gesetzlicher Mindestlohn von mindestens 10 Euro, das Verbot der Leiharbeit und die Abschaffung prekärer Arbeitsbedingungen wären wichtige Schritte in die richtige Richtung. Junge Leute, die einen sicheren Arbeitsplatz und ein ordentliches Einkommen haben, beschmieren keine Wände, sondern beschäftigen sich mit dem Gedanken sich selber mal eigene zu leisten“, so Thomas Zweier, DIE LINKE Innenstadt-Ost.