Den Plan zur Ansiedlung eines Supermarktes in der Preinstraße beurteilt der Wellinghofer Bezirksvertreter Torsten Behrendt (DIE LINKE) kritisch. Er zieht weiterhin eine Lösung im Zentrum des Stadtteils vor. „Zum Erhalt des Ortskerns und zum Schutz der hiesigen Händler müssen wir hier alle Möglichkeiten ausschöpfen“, sagt Torsten Behrendt.
„Die Priorität muss jetzt auf der Wiederbelegung des ehemaligen EDEKA-Ladens im Ortskern liegen. Nur ein fußläufig zu erreichender Supermarkt könnte den Handelsstandort sichern und den Abfluss weiterer Kaufkraft verhindern. Sonst sehe ich mittelfristig auch die alt eingessenen Handwerk- oder Handelsbetriebe, wie Bäcker, Metzger und Fruchthandel in Gefahr“ sagt Behrendt. Deshalb könne sich der LINKE-Bezirksvertreter „unter Schmerzen“ auch einen Discounter vorstellen, der das Angebot der ansässigen Händler im Ortszentrum sinnvoll ergänzt.
Gegen den Standort an der Preinstraße spreche auch, dass sich die evangelische Kirche als Besitzer noch im September 2009 sehr deutlich gegen einen Verkauf ausgesprochen habe, meint Torsten Behrendt. Für „absolut indiskutabel“ hält Behrendt einen Einzelhandelstandort an der alten Feuerwache an der Wellinghofer Str. „Das machte den Ortkern und den dörflichen Charakter völlig kaputt.“
„Erst wenn alle Möglichkeiten zugunsten des Ortskerns ausgeschöpft sind, sollte zur Sicherung der Versorgung über einen anderen Standort nachgedacht werden“, fasst der Bezirkspolitiker zusammen. Auch eine gesamtstädtische Lösung schwebt Torsten Behrendt vor: Leerstände gibt es in zahlreichen Dortmunder Ortsteil- und Quartierszentren. Interessant könnte es sein, sie gebündelt einer Genossenschaft oder Kette anzubieten, die noch nicht im Ruhrgebiet aktiv ist.“
Erfreut zeigt sich Behrendt über die Zusage des Betreibers des REWE in Niederhofen, Tobias Weller, diesen Standort auf jeden Fall zu erhalten.