Ob wir im Stadtbezirk zu viele Grundschulen haben, sollte in aller Ruhe abgewartet und bewertet werden werden. Solche Äußerungen sind schnell getan, ihre möglichen Folgen aber in Zukunft sind kaum korrigierbar meint Hannes Fischer, Mitglied der BV Brackel, DIE LINKE.
Es sind in der Vergangenheit bei sinkenden Schülerzahlen schon oft genug voreilig Schulen geschlossen worden, stiegen die Schülerzahlen dann wieder an, war der Fehlbedarf an Räumen nur schwer wieder zu korrigieren.
Betrachtet man die letzten vier Jahrzehnte, so hat es immer wieder ein Auf und Ab bei den Schülerzahlen gegeben.
Die Grundschulen haben durch ihre neuen Aufgaben erheblich höhere Raumbedarfe als früher. Differenzierungen im Lernbetrieb und die offene Ganztagsschule können nur mit einer ausreichenden Raumkapazität gefahren werden. Neue Methoden und Reformen erfordern eben größere Ressourcen. Fischer weist ausdrücklich darauf hin, dass hier der
Schulträger mit hoher Sensibilität und mit Augenmaß an die Gestaltung der Schullandschaft herangehen muss.
Es ist auch völlig absurd, freie Räume in den Grundschulen durch Klassen aus den weiterführenden Schulen mitbenutzen zu lassen, wie hier in Brackel von der CDU gefordert. Wer so etwas will, hat noch niemals die wichtige und notwendige Atmosphäre in einer Grundschule erlebt.
Wer Schulen schwerpunktmäßig unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet und bewertet, hat den pädagogischen Auftrag und die erzieherischen Ziele nicht begriffen, meint Hannes Fischer