Mit einem eigenen Antrag geht die Fraktion DIE LINKE in die morgige Sitzung des Finanzausschusses. Sie fordern ein „bedarfsgerechtes Sozialticket“, dass diesen Namen auch verdient und wollen dafür 4 Kriterien festlegen:
1. Der Preis darf 15 Euro nicht übersteigen.
2. Das Ticket soll rund um die Uhr nutzbar sein.
3. Das Ticket soll als Monatsticket im Einzelverkauf erhältlich sein.
4. Die Mitnahme von 1 Erwachsenen und bis zu drei Kindern soll zumindestens ab 19:00 Uhr möglich sein.
Zur Finanzierung schlagen die Linken vor die Fördermittel des Landes direkt ohne Umweg über den VRR nach Dortmund zu holen. Außerdem sollen keine fiktiven Berechnungen Grundlage für die Preisgestaltung und Ausgleichszahlungen an den VRR sein, sondern die bislang einzige Marktforschungsstudie zum Sozialticket, die der VRS zum Kölner Sozialticket in Auftrag gegeben hatte. Diese zeige nämlich, dass die Kosten für ein Sozialticket von den Verkehrsverbünden massiv überschätzt werden.
Linke lehnen Dortmunder Sozialticket ab
Ein Dorn im Auge ist den Linken besonders die 9 Uhr Regelung des Dortmunder Ticket. „Diese von SPD und CDU ins Leben gerufene Regelung grenzt insbesondere Geringverdiener und Aufstocker aus, die trotz Arbeit ergänzende Sozialleistungen beziehen. Das ist mit uns nicht zu machen,“ so der Fraktionsvorsitzende Utz Kowalewski.
Zur aktuellen Pressearbeit der Grünen kann Kowalewski nur den Kopf schütteln. Die Grünen hatten behauptet, dass CDU und Linke gegen das VRR-Ticket stimmen würden. „Es ist wenig nachvollziehbar wenn die Grünen derzeit durch die Lande ziehen und ungelegte Eier in den Medien verbreiten. Weder bei der CDU noch bei uns gibt es bereits eine endgültige Festlegung des Abstimmverhaltens in Bezug auf das VRR-Ticket. Wir haben uns gestern Abend mit der Dortmunder Sozialticketbewegung in dieser Frage abgestimmt und sind zu einmütigen Ergebnissen zur Strategie der nächsten Tage gekommen. Am Freitag findet darüber hinaus eine Mitgliederversammlung der Linken zum Abstimmungsverhalten ihrer Ratsfraktion zum Sozialticket statt. Das zeigt, wie ernst wir dieses Thema nehmen,“ erläutert Kowalewski.