9. Juni 2008

LEG wird an Finnanzheuschrecke verkauft

Den Verkauf des landeseigenen Wohnungsbauunternehmens LEG an die sogenannten Whitehall-Fonds der Investmentbank Goldman-Sachs kommentiert der Sprecher des Kreisverbandes Dortmund DIE LINKE, Utz Kowalewski: „Der Verkauf an einen sogenannten Hedge-Fond ist für alle Betroffenen die schlechteste aller Lösungen."

"Betroffen sind nicht nur die 12000 Mieter und Mieterinnen in Dortmund," so Kowalewski weiter, "sondern auch die Beschäftigten der LEG. Bei einem privaten Finanzinvestor wie Whitehall stehen bekanntlich nicht die Pflege und Erhalt des Wohnungsbestandes und die sozialen Rechte der Betroffenen im Vordergrund, sondern die Spekulation mit den angebotenen Wohnobjekten. Zu befürchten ist aufgrund der großen Anzahl von LEG-Wohnungen in Dortmund auch ein erheblicher Einfluss der Entscheidung von Arbeitgeberführer Jürgen Rüttgers auf den Dortmunder Mietspiegel. Es sind also auch die Mieter anderer Privatwohnungen negativ von der Entscheidung betroffen.

Leider hat die schwarz-gelbe Landesregierung allen Warnungen zum Trotz ihr Motto „Privat vor Staat“ ohne Rücksicht auf ihre soziale Verantwortung durchgesetzt. Die Proteste und Unterschriften, die wir gemeinsam mit anderen Parteien, Gewerkschaften, Mieterbeiräten und Gruppen vor Ort in der Initiative „Sichere Wohnungen und Arbeitsplätze“ für den Erhalt der LEG gesammelt haben, haben leider im Landtag keine Wirkung gezeigt.

DIE LINKE wendet sich gegen jegliche Privatisierung öffentlichen Eigentums. Wir werden weiterhin versuchen, gemeinsam mit den Betroffenen für die Rechte der Mieterinnen und Mieter sowie der LEG Beschäftigten einzutreten. Es gilt nun über die DoGeWo einen ausreichenden Bestand an öffentlich bereitgestellten Wohnraum zu sichern, um einen mäßigenden Einfluss auf den Mietspiegel ausüben zu können.“

Quelle: http://www.dielinke-dortmund.de/nc/presse/aktuell/detail/artikel/leg-wird-an-finnanzheuschrecke-verkauft/